Verbandsgemeindeverwaltung Gebhardshain - Rathaus
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Das Rathausgebäude wurde in den Jahren 1964/1965 nach dem damaligen Stand der Technik errichtet und seitdem in der grundsätzlichen Bausubstanz unverändert gelassen. Trotz regelmäßiger Unterhaltungsarbeiten ist die Bausubstanz teilweise stark angegriffen. ... weiterlesen!

Das Rathaus in Gebhardshain - aufgenommen im Winter 2006
Das Rathausgebäude in 57580 Gebhardshain, aufgenommen
im Januar 2006 im alten Bauzustand

Mit dem Rathausumbau wurde nach Bewilligung der Fördermittel im ersten Quartal 2006 begonnen.

Der erste Bauabschnitt umfasste den Abbruch von Sitzungssaal und Eingangsbereich und den Neubau eines Sitzungssaales mit Foyer, Sanitärtrakt und Büroräumen für das künftige Bürgerbüro.

1. Bauabschnitt (2006-2007) - Sitzungssaal

Abbruch des alten Sitzungssaals

Neubau des Sitzungssaals Teil 1

Neubau des Sitzungssaals Teil 2

2. Bauabschnitt:
Sanierung des Hauptgebäudes ab Juli 2007

Arbeiten 2. Bauabschnitt (Hauptgebäude)

In den 1970er Jahren erfolgte ein Austausch der Fenster, ansonsten wurde die bauliche Ausstattung beibehalten. Eine Sanierung lohnt sich für einige Elemente nicht, da sie trotzdem nicht mehr den Anforderungen an ein gesundes Arbeitsklima entsprechen würden. Hinzu kam, dass teilweise Sporenbefall in einzelnen Räumen festgestellt wurde. Eine Sanierung des gesamten Baukörpers und grundlegende Modernisierung (Wärmedämmung, Heizung, Belüftung, elektrische Anlage, Fußböden, Dacheindeckung, u. v. m.) ist daher dringend notwendig. Im Dezember 2001 hat der Verbandsgemeinderat beschlossen, eine Planung für den Umbau und eine umfangreiche Modernisierung/Vergrößerung zu vergeben. Entsprechende Anträge für eine Bezuschussung des Projekts aus dem Investitionsstock wurden gestellt. Das Land hat die Sanierungsbedürftigkeit grundsätzlich anerkannt.

Es wurde ein Ideenwettbewerb durchgeführt, an dem sich verschiedene Planungsbüros beteiligt haben. Ein Entwurf wurde hiervon im Frühjahr 2003 ausgewählt. Die detailliertere Arbeit am Entwurf wurde in Zusammenarbeit mit dem Planungsbüro begonnen. Mit einer Realisierung des Umbauprojekts ist aber nach dem heutigen Stand frühestens ab 2004 zu rechnen.

Begründung für geplante Generalsanierung, Umbau und Erweiterung des Rathauses:

1. Bauphysikalische und konstruktive Mängel am Rathaus
Das Rathausgebäude der Verbandsgemeinde wurde 1964/65 errichtet. Es wurde nach dem damaligen Stand der Technik gebaut, fachtechnisch unterhalten, jedoch bautechnisch nicht an die heutigen Erfordernisse angepasst.

Im Rathaus bestehen Feuchtigkeitsschäden, die auf bauphysikalische und konstruktive Mängel in der Außenfassade und dem Dach zurückzuführen sind. Die Außenwände sind zum Teil feucht, es lösen sich Tapeten, es gibt Ausblühungen im Putz, und es bildet sich Feuchtigkeit in der Dämmung unter dem Estrich. In verschiedenen Räumen des Gebäudes sind bereits Schimmelpilze aufgetreten, auf die eine Mitarbeiterin allergisch reagierte. Die Schimmelpilze wurden einer Wohngiftuntersuchung in Abstimmung mit der Unfallkasse unterzogen und nachgewiesen.

Nachfolgende bauphysikalische und konstruktive Mängel bestehen am Rathaus:

1.1 Mauerwerksubstanz
a) Stahlbetondecken reichen bis zu Außenluft (Kältebrücken),
b) Mauerwerk des Gebäudes besitzt keinerlei Wärmedämmung,
c) Gebäude besitzt keinerlei Schlagregenschutz (fehlender Dachüberstand),
d) Verblendung des Gebäudes ist nicht hinterlüftet, die Riemchen und Fugen haben Risse, sodass Feuchtigkeit in das Mauerwerk gelangt. Hängt man Bilder oder Kalender an die Außenwand, so entstehen auf der Wand Schimmelflecken.
e) Durch die vorstehenden Stahlbetondecken gelangt Feuchtigkeit in das Innere des Gebäudes, insbesondere in die Mineralwolldämmung unterhalb des Estrichs (zu sehen durch die dunklen, feuchten 2 bis 3 Riemchenzellen oberhalb der Stahlbetondecke).
f) Die Fensterelemente aus Aluminium entsprechen nicht den heutigen Anforderungen. Da sie nur "einschalig" aufgebaut sind, schwitzen die Elemente im Winter. Die Dämmung in den Füllungen unterhalb der Fenster ist unzureichend. Durch die Fugen der Füllungen (Silikon) gelangt ebenfalls Feuchtigkeit in das Gebäude.
g) In den Fluren und im Sitzungssaal ist nur Einfachverglasung vorhanden.
h) Kein Sonnenschutz an der Südseite der Fassade.
i) Nur Einfachverglasung in den Kellerräumen des Gebäudes, die keinerlei Einbruchschutz bietet.

1.2 Bedachung
Die Dachrinne liegt auf der Außenwand, es besteht kein Dachüberstand. Das Dach besitzt keine ausreichende Dämmung (sommerlicher und winterlicher Wärmeschutz). Die Dachflächenfenster verursachen im Sommer eine starke Aufheizung des Gebäudes. Das Dach ist mit Asbest-Kunstschiefer eingedeckt, der teils verwittert ist und Asbeststaub freigibt, der durch die geöffneten Dachfenster in die Büros gelangen kann.

1.3 Heizung/Sanitärinstallation
Die Heizungsregelung und –Verteilung stammt aus den 1960er Jahren, die Heizkörper und Stahlrohre in den Wänden rosten und werden undicht (bereits mehrere Schäden repariert). Der Heizungskessel (Baujahr 1985) ist bei einer Sanierung überdimensioniert. Der Heizungskessel ist bereits undicht. Die Abwasserrohre bestehen teilweise aus Blei (bereits Schäden durch Lecks im Keller repariert). Erneuerungen der WCs, Fliesen sind zum Teil gerissen, Besucher-WC gehört von der Funktion her in den Eingangsbereich in die Nähe des Sitzungssaales, daher fehlendes WC für die Mitarbeiter im EG, fehlendes Behinderten-WC. Durch eine neue Heizung mit Fassadendämmung können trotz größerer Nutzflächen ca.10 000 l Heizöl pro Jahr eingespart werden!

1.4 Brandschutz
Das Gebäude ist im Hinblick auf die Erfüllung der brandschutztechnischen Auflagen, Abschottung von Fluren und Treppenhäusern baulich zu sanieren (keine Abschottungen vorhanden). Die in den Fluren verlegten Elektrokabel sind nicht mehr zulässig.

1.5 Behindertengerechte Zugänge und Aufzüge
Im Rathaus sind keine behindertengerechten Zugänge und Aufzüge vorhanden.

1.6 Fußböden/Estrich
Der Estrich ist an vielen Stellen der Flure und Büroräume gebrochen und gerissen. Alte PVC-Böden aus den 1960er Jahren sind spröde und überaltert.

1.7 Elektroinstallation
Die Elektroinstallation stammt aus den 1960er Jahren. Sie ist den heutigen Anforderungen anzupassen. Die Verlegung der Versorgungskabel und die Installation der Zählerschränke in Fluren ist nicht mehr zulässig.

1.8 Innentüren
Die Innentüren bieten kaum Schallschutz, Gespräche in den Büros sind von Nachbarräumen mitzuhören. Ursache: leichte Bauweise, fehlende Füllung. Veraltete Schließanlage in den Büroräumen (Bartschlüssel).

2. Raumprogramm
Der Sitzungssaal ist zu klein (77 m²). Es sind keine ausreichenden Besprechungsräume vorhanden, es fehlen Besuchertoiletten, Behindertentoiletten, behindertengerechte Zugänge zum Rathaus, es ist ein Bürgerbüro im Eingangsbereich geplant.

Durch das geänderte Raumprogramm sollen im Eingangsbereich des Rathauses der vergrößerte Sitzungssaal (110 m²), Trauzimmer/ Besprechungsraum (30 m²), ein Bürgerbüro (30 m²), die Zentrale und die Poststelle und Funktionsräume (Toiletten für Besucher und Behinderte sowie Küche und Stuhllager für den Ratssaal) vorgesehen werden. Ein behindertengerechter Zugang zu den Büros des Rathauses soll verwirklicht werden (Fahrstuhl).

3. Planung
Das Rathaus besteht derzeit aus einem Hauptgebäude, in denen die Büros untergebracht sind und einem Anbau mit Poststelle und Sitzungssaal und zwei Garagen im Untergeschoss.

Um eine möglichst konzeptionell gute und wirtschaftliche Planung zu erhalten, wurden 5 Architekturbüros Planungsaufträge für einen Vorentwurf zur Verwirklichung des Raumprogramms mit einem Anbau erteilt. Gleichzeitig wurden die Planungsbüros gebeten,

überschläglich einen Kostenvergleich zwischen der Sanierung mit Um- und Anbau des bestehenden Rathauses und einem kompletten Neubau durchzuführen.

4. Planungsergebnis
Alle Planungsbüros halten die Sanierung des bestehenden Rathauses mit Abriss des und Neubau eines Anbaues um ca. 30 % günstiger als einen kompletten Neubau des Verwaltungsgebäudes (ohne Berücksichtigung evtl. Grunderwerbskosten, das vorhandene Gebäude wäre nicht vermarktbar).

Von den 5 vorgelegten Vorentwürfen entschied sich der Rat für die Planung des Architekten Sauerland, Hachenburg, mit einem eingeschossigen Anbau am Hauptgebäude im Bereich des heutigen Sitzungssaals.Die Einbeziehung des alten Anbaus in die Planung ist aufgrund seines Zustandes, den erforderlichen Aufwand des Umbaus und der Architektur nicht sinnvoll und nicht wirtschaftlich.

Die Baukosten der Generalsanierung mit Umbau und Erweiterung des Sitzungssaals betragen ca. 2,2 Mio. EUR. Auf den neuen Anbau einschließlich Abriss des vorhandenen Anbaus entfallen ca. 650.000 EUR, auf die Sanierung des Bestands ca. 1.550.000 EUR.

Der Kostenanteil des Ratssaales beträgt ca. 34% der Kosten des Anbaues und ca. 12 % der Gesamtkosten. Davon entfallen auf die Ratssaalerweiterung von ca. 30 m² ca. 3% der gesamten Sanierungs- und Ausbaukosten.

Wegen der bauphysikalischen, konstruktiven und zum Teil gesundheitsgefährdenden Mängel und der Tatsache, dass von einer Sanierung des Rathauses alle Mitarbeiter profitieren und eine funktionsfähige Verwaltung allen Bürgern der Verbandsgemeinde zugutekommt, sollte auch nach Ansicht der Vertreter der ADD Trier mit der Sanierung möglichst kurzfristig begonnen werden.

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Letzte Änderung dieser Seite am: 19.07.2007